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Sentenza 6 giugno 2025
Sentenza 6 giugno 2025
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Sul provvedimento
| Citazione : | Trib. Bolzano, sentenza 06/06/2025, n. 560 |
|---|---|
| Giurisdizione : | Trib. Bolzano |
| Numero : | 560 |
| Data del deposito : | 6 giugno 2025 |
Testo completo
A.R. Nr. 3543/2024
[...]
Controparte_1
Das Landesgericht Bozen
Erste Zivilabteilung erlässt, in Person der Einzelrichterin Birgit Fischer folgendes
CP_2
im Zivilverfahren erster Instanz unter Aktenzeichen Nr. 3543/2024 eingeleitet von
LAASER-EYRSER-ENERGIEGENOSSENSCHAFT (St. Nr. 02308950217), in Person des gesetzlichen Vertreters p.t., sowie DR (St. Nr. ), CP_3 C.F._1
laut Vollmacht, welche aus den Akten hervorgeht, vertreten und verteidigt von RA Dr.
in dessen Kanzlei in 39100 BOZEN, BAHNHOFALLEE 5, Domizil Persona_1
erwählt wurde;
-Widerspruchswerber- gegen
LANDESAGENTUR FÜR UND C.F._2 Persona_2 Parte_1
- (St. Nr. 00390090215), in der Person des
[...] CP_4
Abteilungsdirektors p.t., laut Vollmacht, welche aus den Akten hervorgeht, vertreten und verteidigt von RA Dr. , RA Dr. , RA Dr. Persona_3 Persona_4
, RA Dr. , sowie durch die Beamtin der Anwaltschaft des Persona_5 Persona_6
Landes, Frau Iris , mit Zustellungsdomizil bei der Anwaltschaft des Landes, mit Sitz Persona_7
in 39100 BOZEN, SILVIUS 1; - Widerspruchgegnerin- Persona_8
Gegenstand des Rechtsstreits: Widerspruch gegen Bußgeldbescheid RC/33 vom 08.11.2024, einbehalten zu folgenden, bei der heutigen Tagsatzung gemäß Art. 429 ZPO gestellten,
SCHLUSSANTRÄGEN des PV der Widerspruchswerber: „Möge das Landesgericht Bozen, nach Festsetzung der
Verhandlung für das Erscheinen der Parteien und jedenfalls nach einstweiliger Aussetzung der angefochtenen Maßnahme i.S.v. Art. 5 und 6, GvD Nr. 150/2011, contrariis reiectis, unter
Annahme dieses Widerspruchrekurses, den angefochtenen Bußgeldbescheid RC/33 vom
S. 1 von 7 08.11.2024 aufheben bzw. für wirkungslos erklären. Mit Verurteilung der beklagten Verwaltung zur Tragung der Prozesskosten.“; des PV der Widerspruchsgegnerin: „Möge die Richterin, unter Abweisung jeder entgegengesetzten Instanz: a) den Rekurs gegen den Bußgeldbescheid abweisen und denselben bestätigen; auf jeden Fall: b) die Rekurssteller zum Ersatz der Anwaltskosten zuzüglich 23,84%
sowie 15% allgemeine Spesen verurteilen.“ Parte_2
BÜNDIGE SACHLICHE UND RECHTLICHE ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1. In der Sache.
1.1. Das vorliegende Widerspruchsverfahren nimmt seinen Ausgang vom Bußgeldbescheid
RC/33 vom 08.11.2024, erlassen vom Abteilungsdirektor der Landesagentur für Umwelt und gegenüber EA NE als Übertreter bzw. Persona_2 [...]
, mit welchem diese zur Zahlung der Controparte_5
Verwaltungsstrafe von € 15.000,00 zzgl. Zustellungsgebühren von € 24,82 aufgefordert werden;
derselbe Bußgeldbescheid gründet sich auf den Tatbestand gemäß Art. 6, Abs. 1,
Verordnung(EG) Nr. 1907/2006, der gemäß Art. 3, Abs. 1, GvD Nr. 133/2009 mit einer
Verwaltungsstrafe von € 15.000,00 bis € 90.000,00 geahndet wird (s. Dok. 1 der
Widerspruchswerber).
1.2. Derselbe Bußgeldbescheid führt die vorausgehende Vorhaltung RC33 - Prot. Nr. 558084 vom 27.06.2024 des Labors für Lebensmittelanalysen und Produktsicherheit der Autonomen
Provinz Bozen – an (s. Dok. 3 der Widerspruchswerber), gemäß welcher der von LEEG CP_4
hergestellte Stoff (Holzkohle) und die vom federführenden Registrant registrierte Holzkohle nicht gleichwertig seien und deshalb die von der LEEG hergestellte Holzkohle nicht bei der
Europäischen Chemikalienagentur registriert sei, was als Tatbestand für die Auferlegung der
Verwaltungsstrafe angeführt wird;
die Vorhaltung des Labors für Lebensmittelanalysen und
Produktsicherheit stützt sich wiederum auf das Feststellungsprotokoll Nr. 48/22-0/2023 vom
16.04.2024 vom Comando Carabinieri per la Tutela Ambientale e la Sicurezza Energetica
Operativo di Trento (s. Dok. 4 der Widerspruchswerber), in welchem das CP_6 CP_7
Herstellungsverfahren für Holzkohle mit jenem der LEEG für die Herstellung von Holzkohle verglichen wird.
1.3. Im vorliegenden Widerspruchsverfahren führen die Widerspruchswerber an, dass sie, unabhängig von der Streitfrage, ob der von LEEG hergestellte Stoff (Holzkohle) und die vom
S. 2 von 7 federführenden Registrant registrierte Holzkohle gleichwertig sei oder nicht, nur einen
Anfechtungsgrund geltend machen, welcher die Aufhebung des angefochtenen Bußgeldbescheids mit sich bringen würde, nämlich die angebliche Verletzung von Art. 1, Abs. 2, Gesetz Nr.
689/1981 (sog. ), im Zusammenhang mit der Verletzung von Art. 6, Abs. 1, Controparte_8
Verordnung(EG) Nr. 1907/2006 in Verbindung mit Art. 3, Abs. 1, GvD Nr. 133/2009 und einem damit zusammenhängenden Begründungsmangel.
Hierzu führen die Widerspruchswerber, zusammengefasst aus, dass nach Maßgabe von Art. 6,
Abs. 1, Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 („soweit in dieser Verordnung nicht anderweitig bestimmt, reicht ein Hersteller oder Importeur, der einen Stoff als solchen oder in einer oder mehreren Zubereitungen in einer Menge von mindestens 1 Tonne pro Jahr herstellt oder einführt, bei der Agentur ein Registrierungsdossier ein.“ ), dessen fehlende Einhaltung laut Art. 3, Abs. 1,
GvD Nr. 133/2009 mit einer Verwaltungsstrafe von Euro 15.000,00 bis Euro 90.000,00 geahndet wird, die Herstellung oder Einfuhr von mindestens einer Tonne pro Jahr als Tatbestandsmerkmal vorgesehen wird, welches jedoch aus dem vorgenannten Feststellungsprotokoll nicht hervorgehen würde; auch im Anschluss sei keine Vorhaltung aller für die Anwendung der Verwaltungsstrafe notwendigen Tatbestandsmerkmale erfolgt.
Nachdem in der Vorhaltung ein notwendiges Tatbestandsmerkmal fehle, hätten sich die
Widerspruchswerber nicht entsprechend verteidigen können, was die Aufhebung des
Bußgeldbescheids mit sich bringen müsste, ohne dass eine nachgeschobene Begründung zulässig sein könnte (hierzu zitieren die Widerspruchswerber den Beschluss des KGH Nr. 21904/2022).
1.4. Die beklagte hat sich in dieses Verfahren eingelassen und die Begründetheit CP_9
des Widerspruchs bestritten;
hierzu führt sie ihrerseits, zusammengefasst aus, dass Artikel 6
Absatz 1 der EG-Verordnung Nr. 1907/2006 nur vorsehe, dass jeder Hersteller oder Importeur, der im Jahr mindestens 1 Tonne der vorgesehenen Stoffe produziere oder importiere, verpflichtet sei, die Registrierung desselben bei der ECHA vorzunehmen, und nicht, dass in der Vorhaltung die Angabe der in einem Jahr produzierten Menge des Stoffes enthalten sein müsse.
Das Legalitätsprinzip sei also nicht verletzt worden, zumal sowohl in der Vorhaltung der
Übertretung als auch im angefochtenen Bußgeldbescheid alle wesentlichen Merkmale enthalten seien, die es für die Rechtmäßigkeit derselben brauche.
Auch habe die LEEG selbst im Jahre 2020 erklärt, zwischen 100 und 1000 Tonnen Kohle (999 geschätzte Tonnen) im Jahr zu produzieren, was aus einem Dokument (letzte Aktualisierung am
S. 3 von 7 12.02.2020) hervorgehe, das man vom europäischen Portal herunterladen könne (s. Dok. 11 der
Widerspruchsgegnerin).
2. In rechtlicher Hinsicht.
2.1. Der einzige Widerspruchsgrund ist abzuweisen.
2.2. Gegenstand des Widerspruchsverfahrens gegen einen Bußgeldbescheid ist das zugrundeliegende Rechtsverhältnis, weshalb, unabhängig von einem eventuellen
Begründungsmangel bezüglich der Angabe aller Tatbestandsmerkmale, in der Sache festzustellen ist, ob diese Tatbestandsmerkmale tatsächlich vorliegen.
2.3. Dieser Grundsatz geht aus dem, von den Widerspruchswerbern selbst angeführten
Beschlusses KGH Nr. 21904/2022 hervor (“Questa Corte con ordinanza n. 25124 del 10 ottobre
2018 ha accolto il ricorso e cassato la sentenza impugnata con rinvio al Tribunale di Bergamo in persona di diverso magistrato. Nell'esaminare congiuntamente i motivi proposti, la Corte ha ricordato che, in materia di opposizione ad ordinanza ingiunzione, il giudizio è solo introdotto dall'atto che ha irrogato la sanzione e si svolge sul rapporto, cioè sull'accertamento della conformità della sanzione ai casi, alle forme e all'entità previsti dalla legge, atteso che si fa valere il diritto a non essere sottoposto a una prestazione patrimoniale se non nei casi espressamente previsti dalla legge stessa. Ne consegue che l'atto in questione non soggiace alle regole motivazionali né al rigore del rispetto assoluto dell'iter procedimentale che valgono per gli atti amministrativi discrezionali e, comunque, di natura provvedimentale. In tal senso andava affermato che, trattandosi di un giudizio sul rapporto soltanto introdotto da un atto, con effetto devolutivo pieno, appariva ineludibile l'esigenza di evitare interpretazioni che involgano i vizi solo formali dell'atto, e risultino da tanto condizionate, più intensamente o meno, a seconda dei profili che si vogliano assumere a parametro del giudizio sull'atto, e conducano ad abuso del mezzo processuale che potrebbe risultare ancorato unicamente ai vizi dell'atto. Inoltre, poiché la tutela del presunto trasgressore, anche nel caso in cui l'ordinanza ingiunzione opposta non abbia espressamente motivato su tutti i fatti costitutivi della violazione contestata, è comunque piena, atteso che in ordine alla sussistenza degli stessi fatti l'opponente può proporre al giudice ogni possibile contestazione, doveva concludersi nel senso che il difetto di motivazione in ordine ai fatti non fosse funzionale all'oggetto dell'accertamento e, quindi del giudizio. Nel procedimento di opposizione a sanzione amministrativa pecuniaria, infatti, il sindacato del giudice del merito si estende alla validità sostanziale del provvedimento impugnato attraverso un autonomo esame
S. 4 von 7 circa la ricorrenza dei presupposti di fatto e di diritto dell'infrazione contestata, essendo oggetto della opposizione il rapporto sanzionatorio, con la conseguenza che nessun rilievo assumono gli eventuali vizi del provvedimento relativi all'omessa motivazione da parte dell'autorità intimante sui relativi fatti costitutivi, potendo, successivamente, l'eventuale inadeguata valutazione da parte del giudice, rilevare sotto il profilo di omesso esame di punti decisivi della controversia
(Cass. n. 5891 del 2004).In definitiva, i vizi motivazionali dell'ordinanza ingiunzione non comportano, pur quando riguardino i fatti costitutivi dell'illecito contestato, la nullità del provvedimento e quindi l'insussistenza del diritto di credito derivante dalla violazione commessa, avendo il giudizio conseguente ad oggetto non l'atto ma il rapporto sostanziale sottostante: ferma restando, naturalmente, la cognizione piena del giudice, che potrà (e dovrà) valutare le deduzioni difensive svolte in giudizio relativamente a tali fatti e decidere su di esse con pienezza di poteri, sia che le stesse investano questioni di diritto, sia che riguardino questioni di fatto, senza potersi arrestare, ai fini dell'accoglimento dell'opposizione, alla mera constatazione che
l'atto impugnato è viziato.”).
Im konkret entschiedenen Fall stellte das Landesgericht zwar im Rückverweisungsverfahren fest, dass das Bestehen der Tatbestandsmerkmale nicht hinreichend nachgewiesen wurde, weshalb der
Bußgeldbescheid wiederum aufgehoben wurde, was allerdings die Grundsätze laut Beschluss Nr.
25124/2018 nicht außer Kraft setzt (s. immer in der Begründung des Beschlusses Nr.
21904/2022: „Il primo motivo di ricorso denuncia la violazione e falsa applicazione dell'art. 384
c.p.c. stante la mancata uniformazione della sentenza impugnata al principio di diritto stabilito dalla Suprema Corte con l'ordinanza n. 25124/2018. Si ricorda che la Corte di cassazione ha affermato che l'inadeguatezza della motivazione dell'ordinanza ingiunzione non è causa di nullità del provvedimento che pertanto tale principio è stato disatteso dal giudice del rinvio che è pervenuto all'annullamento dell'ordinanza sulla base delle medesime considerazioni espresse dal precedente giudice di appello, e che erano state ritenute erronee dal giudice di legittimità.
Infatti, era stato accertato che nei locali della società si effettuava vendita al dettaglio in assenza della prescritta autorizzazione, condotta questa del pari sanzionata in base al D.Lgs. n. 114 del
1998, art. 22, che richiama tra le fattispecie per le quali appresta la sanzione edittale, anche quella di vendita in assenza di autorizzazioni. La decisione di rinvio si è ancora una volta appuntata su di un rilievo di carattere formale, senza concentrarsi sulla sostanza dei fatti contestati…. I motivi, che possono essere congiuntamente esaminati per la loro connessione,
S. 5 von 7 sono infondati. Deve innanzi tutto escludersi che sia stato violato il principio di diritto affermato da questa Corte nell'ordinanza n. 25124/2018, atteso che la stessa ha cassato la prima sentenza di appello ritenendo che non potesse addivenirsi all'annullamento dell'ordinanza sul solo presupposto della sua insufficiente (ma non assenza totale di motivazione), posto che essendo il giudizio di opposizione un giudizio sul rapporto, occorreva verificare nella sostanza se vi fossero
i presupposti legittimanti l'adozione del provvedimento sanzionatorio, senza arrestarsi al solo contenuto dell'ordinanza opposta, come peraltro confermato dall'espresso richiamo al D.Lgs. n.
150 del 2011, art. 6, comma 11, che prevede l'accoglimento dell'opposizione nel caso in cui non vi siano prove sufficienti della responsabilità dell'opponente. In sede di rinvio l'opposizione è stata accolta non per profili formali correlati al contenuto dell'ordinanza, ma all'esito del riscontro della carenza di prova circa la commissione dello specifico illecito oggetto della contestazione.”).
2.4. Die Anwendung der von der Rechtsprechung erarbeiteten Grundsätze führt im vorliegenden
Fall dazu, dass der einzige Widerspruchsgrund unbegründet ist, nachdem er auf der irrigen
Annahme beruht, dass die fehlende Angabe eines Tatbestandsmerkmales allein ausreicht, um den widersprochenen Bußgeldbescheid aufzuheben, ohne dass die Widerspruchswerber überhaupt konkret ausführen, dass das nicht angeführte Tatbestandsmerkmal nicht vorliegen würde.
2.5. Selbst falls man den Widerspruchsgrund der Rekurssteller so auslegt, dass jedenfalls das
Bestehen des Tatbestandsmerkmales in Zweifel gezogen wird und die Beweislast der
Widerspruchsbeklagten ins Feld geführt wird, so ist zu beachten, dass die beklagte Landesagentur
Unterlagen hinterlegt hat (s. Dok. 11 der Widerspruchsgegnerin) wonach die
Widerspruchswerberin LEEG— wohl im Zuge der Registrierung der Holzkohle im Jahr 2020— Per_ selbst erklärt hat, 999 Tonnen pro herzustellen.
2.6. Tatsächlich hat die widerspruchswerbende Genossenschaft, im Jahr 2020 unbestritten eine
Registrierung vorgenommen (s. auch die dem Verteidigungsschriftsatz unter Dok. 5 der
Widerspruchswerber beigelegten Dokumente, insbesondere dessen Anl. 6), welche ja im hier angefochtenen Bußgeldbescheid als nicht korrekt gerügt wurde und somit als einer
Nichtregistrierung entsprechend (s. Dokk. 1 und 4 der Widerspruchswerber); somit gab es konkret keinen Grund für die Verwaltung, die (mengenmäßige) Voraussetzung der
Registrierungspflicht eigens in der Vorhaltung anzuführen und diese kann und konnte als
S. 6 von 7 gegeben erachtet werden, aufgrund nicht nur der Angaben bei der Registrierung selbst, sondern auch den Ausführungen und Legungen der Widerspruchswerber infolge der Vorhaltung.
2.7 So steht in der , vom 24.5.2024 (beigelegt als Anlage 7a) Controparte_10 Pt_3
5 der Widerspruchswerber), ausdrücklich, dass aufgrund der dort genannten Unterlagen eine
Ajournierung der Registrierung bei der ECHA- Europäische Chemikalienagentur geplant ist, womit eingestanden wird, dass die diesbezüglichen (auch mengenmäßigen) Voraussetzungen weiterhin bestehen („Questi documenti costituiscono la base per la presentazione dell'aggiornamento all'ECHA previsto per la metà del 2024“, s, Anl. 7 a) zum
Verteidigungsschriftsatz unter Dok. 5 der Widerspruchswerber).
2.8. Der einzige Widerspruchsgrund ist also ohne Weiteres abzuweisen.
3. Die Entscheidung zu den Prozesspesen folgt dem Verfahrensausgang mit solidarischer
Verurteilung der unterlegenen Widerspruchswerber, aufgrund des offensichtlichen gemeinsamen
Interesses (Art. 97 Abs. 1 ZPO) der Widerspruchsgegnerin gemäß Art. 91 ZPO die
Verfahrenskosten zu erstatten, welche gemäß Ministerialdekret vom 10/03/2014 Nr. 55 (Tab. 2) bestimmt werden, für die laut Streitwert anzuwendenden Bezugsrahmen (von € 5201,00 bis €
26.000,00); aufgrund der geringen Tätigkeit und der wenigen behandelten Sach- und
Rechtsfragen wenden sich die Mindestvergütungen für die allein stattgefundenen Phasen an.
Es ergeht somit folgender
URTEILSSPRUCH
Mit prozessabschließender Entscheidung und unter Abweisung jedes gegensätzlichen Antrages und Einwandes spricht das Landesgericht Bozen wie folgt zu Recht:
1. Der Widerspruch wird abgewiesen, unter Bestätigung des widersprochenen
Bußgeldbescheids;
2. Die Widerspruchswerber werden verurteilt, der Widerspruchsbeklagten, zur gesamten Hand, die Kosten für das gegenständliche Verfahren zu ersetzen, die mit insgesamt € 1700,00 für
Vergütungen, sowie 15% auf die Vergütungen für allgemeine pauschalisierte Spesen, zzgl.
, laut gesetzlicher Maßgabe, sowie nachfolgend notwendiger Controparte_11
Spesen bestimmt werden.
So befunden in Bozen, am 05/06/2025
Die Richterin
Birgit Fischer
S. 7 von 7
[...]
Controparte_1
Das Landesgericht Bozen
Erste Zivilabteilung erlässt, in Person der Einzelrichterin Birgit Fischer folgendes
CP_2
im Zivilverfahren erster Instanz unter Aktenzeichen Nr. 3543/2024 eingeleitet von
LAASER-EYRSER-ENERGIEGENOSSENSCHAFT (St. Nr. 02308950217), in Person des gesetzlichen Vertreters p.t., sowie DR (St. Nr. ), CP_3 C.F._1
laut Vollmacht, welche aus den Akten hervorgeht, vertreten und verteidigt von RA Dr.
in dessen Kanzlei in 39100 BOZEN, BAHNHOFALLEE 5, Domizil Persona_1
erwählt wurde;
-Widerspruchswerber- gegen
LANDESAGENTUR FÜR UND C.F._2 Persona_2 Parte_1
- (St. Nr. 00390090215), in der Person des
[...] CP_4
Abteilungsdirektors p.t., laut Vollmacht, welche aus den Akten hervorgeht, vertreten und verteidigt von RA Dr. , RA Dr. , RA Dr. Persona_3 Persona_4
, RA Dr. , sowie durch die Beamtin der Anwaltschaft des Persona_5 Persona_6
Landes, Frau Iris , mit Zustellungsdomizil bei der Anwaltschaft des Landes, mit Sitz Persona_7
in 39100 BOZEN, SILVIUS 1; - Widerspruchgegnerin- Persona_8
Gegenstand des Rechtsstreits: Widerspruch gegen Bußgeldbescheid RC/33 vom 08.11.2024, einbehalten zu folgenden, bei der heutigen Tagsatzung gemäß Art. 429 ZPO gestellten,
SCHLUSSANTRÄGEN des PV der Widerspruchswerber: „Möge das Landesgericht Bozen, nach Festsetzung der
Verhandlung für das Erscheinen der Parteien und jedenfalls nach einstweiliger Aussetzung der angefochtenen Maßnahme i.S.v. Art. 5 und 6, GvD Nr. 150/2011, contrariis reiectis, unter
Annahme dieses Widerspruchrekurses, den angefochtenen Bußgeldbescheid RC/33 vom
S. 1 von 7 08.11.2024 aufheben bzw. für wirkungslos erklären. Mit Verurteilung der beklagten Verwaltung zur Tragung der Prozesskosten.“; des PV der Widerspruchsgegnerin: „Möge die Richterin, unter Abweisung jeder entgegengesetzten Instanz: a) den Rekurs gegen den Bußgeldbescheid abweisen und denselben bestätigen; auf jeden Fall: b) die Rekurssteller zum Ersatz der Anwaltskosten zuzüglich 23,84%
sowie 15% allgemeine Spesen verurteilen.“ Parte_2
BÜNDIGE SACHLICHE UND RECHTLICHE ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1. In der Sache.
1.1. Das vorliegende Widerspruchsverfahren nimmt seinen Ausgang vom Bußgeldbescheid
RC/33 vom 08.11.2024, erlassen vom Abteilungsdirektor der Landesagentur für Umwelt und gegenüber EA NE als Übertreter bzw. Persona_2 [...]
, mit welchem diese zur Zahlung der Controparte_5
Verwaltungsstrafe von € 15.000,00 zzgl. Zustellungsgebühren von € 24,82 aufgefordert werden;
derselbe Bußgeldbescheid gründet sich auf den Tatbestand gemäß Art. 6, Abs. 1,
Verordnung(EG) Nr. 1907/2006, der gemäß Art. 3, Abs. 1, GvD Nr. 133/2009 mit einer
Verwaltungsstrafe von € 15.000,00 bis € 90.000,00 geahndet wird (s. Dok. 1 der
Widerspruchswerber).
1.2. Derselbe Bußgeldbescheid führt die vorausgehende Vorhaltung RC33 - Prot. Nr. 558084 vom 27.06.2024 des Labors für Lebensmittelanalysen und Produktsicherheit der Autonomen
Provinz Bozen – an (s. Dok. 3 der Widerspruchswerber), gemäß welcher der von LEEG CP_4
hergestellte Stoff (Holzkohle) und die vom federführenden Registrant registrierte Holzkohle nicht gleichwertig seien und deshalb die von der LEEG hergestellte Holzkohle nicht bei der
Europäischen Chemikalienagentur registriert sei, was als Tatbestand für die Auferlegung der
Verwaltungsstrafe angeführt wird;
die Vorhaltung des Labors für Lebensmittelanalysen und
Produktsicherheit stützt sich wiederum auf das Feststellungsprotokoll Nr. 48/22-0/2023 vom
16.04.2024 vom Comando Carabinieri per la Tutela Ambientale e la Sicurezza Energetica
Operativo di Trento (s. Dok. 4 der Widerspruchswerber), in welchem das CP_6 CP_7
Herstellungsverfahren für Holzkohle mit jenem der LEEG für die Herstellung von Holzkohle verglichen wird.
1.3. Im vorliegenden Widerspruchsverfahren führen die Widerspruchswerber an, dass sie, unabhängig von der Streitfrage, ob der von LEEG hergestellte Stoff (Holzkohle) und die vom
S. 2 von 7 federführenden Registrant registrierte Holzkohle gleichwertig sei oder nicht, nur einen
Anfechtungsgrund geltend machen, welcher die Aufhebung des angefochtenen Bußgeldbescheids mit sich bringen würde, nämlich die angebliche Verletzung von Art. 1, Abs. 2, Gesetz Nr.
689/1981 (sog. ), im Zusammenhang mit der Verletzung von Art. 6, Abs. 1, Controparte_8
Verordnung(EG) Nr. 1907/2006 in Verbindung mit Art. 3, Abs. 1, GvD Nr. 133/2009 und einem damit zusammenhängenden Begründungsmangel.
Hierzu führen die Widerspruchswerber, zusammengefasst aus, dass nach Maßgabe von Art. 6,
Abs. 1, Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 („soweit in dieser Verordnung nicht anderweitig bestimmt, reicht ein Hersteller oder Importeur, der einen Stoff als solchen oder in einer oder mehreren Zubereitungen in einer Menge von mindestens 1 Tonne pro Jahr herstellt oder einführt, bei der Agentur ein Registrierungsdossier ein.“ ), dessen fehlende Einhaltung laut Art. 3, Abs. 1,
GvD Nr. 133/2009 mit einer Verwaltungsstrafe von Euro 15.000,00 bis Euro 90.000,00 geahndet wird, die Herstellung oder Einfuhr von mindestens einer Tonne pro Jahr als Tatbestandsmerkmal vorgesehen wird, welches jedoch aus dem vorgenannten Feststellungsprotokoll nicht hervorgehen würde; auch im Anschluss sei keine Vorhaltung aller für die Anwendung der Verwaltungsstrafe notwendigen Tatbestandsmerkmale erfolgt.
Nachdem in der Vorhaltung ein notwendiges Tatbestandsmerkmal fehle, hätten sich die
Widerspruchswerber nicht entsprechend verteidigen können, was die Aufhebung des
Bußgeldbescheids mit sich bringen müsste, ohne dass eine nachgeschobene Begründung zulässig sein könnte (hierzu zitieren die Widerspruchswerber den Beschluss des KGH Nr. 21904/2022).
1.4. Die beklagte hat sich in dieses Verfahren eingelassen und die Begründetheit CP_9
des Widerspruchs bestritten;
hierzu führt sie ihrerseits, zusammengefasst aus, dass Artikel 6
Absatz 1 der EG-Verordnung Nr. 1907/2006 nur vorsehe, dass jeder Hersteller oder Importeur, der im Jahr mindestens 1 Tonne der vorgesehenen Stoffe produziere oder importiere, verpflichtet sei, die Registrierung desselben bei der ECHA vorzunehmen, und nicht, dass in der Vorhaltung die Angabe der in einem Jahr produzierten Menge des Stoffes enthalten sein müsse.
Das Legalitätsprinzip sei also nicht verletzt worden, zumal sowohl in der Vorhaltung der
Übertretung als auch im angefochtenen Bußgeldbescheid alle wesentlichen Merkmale enthalten seien, die es für die Rechtmäßigkeit derselben brauche.
Auch habe die LEEG selbst im Jahre 2020 erklärt, zwischen 100 und 1000 Tonnen Kohle (999 geschätzte Tonnen) im Jahr zu produzieren, was aus einem Dokument (letzte Aktualisierung am
S. 3 von 7 12.02.2020) hervorgehe, das man vom europäischen Portal herunterladen könne (s. Dok. 11 der
Widerspruchsgegnerin).
2. In rechtlicher Hinsicht.
2.1. Der einzige Widerspruchsgrund ist abzuweisen.
2.2. Gegenstand des Widerspruchsverfahrens gegen einen Bußgeldbescheid ist das zugrundeliegende Rechtsverhältnis, weshalb, unabhängig von einem eventuellen
Begründungsmangel bezüglich der Angabe aller Tatbestandsmerkmale, in der Sache festzustellen ist, ob diese Tatbestandsmerkmale tatsächlich vorliegen.
2.3. Dieser Grundsatz geht aus dem, von den Widerspruchswerbern selbst angeführten
Beschlusses KGH Nr. 21904/2022 hervor (“Questa Corte con ordinanza n. 25124 del 10 ottobre
2018 ha accolto il ricorso e cassato la sentenza impugnata con rinvio al Tribunale di Bergamo in persona di diverso magistrato. Nell'esaminare congiuntamente i motivi proposti, la Corte ha ricordato che, in materia di opposizione ad ordinanza ingiunzione, il giudizio è solo introdotto dall'atto che ha irrogato la sanzione e si svolge sul rapporto, cioè sull'accertamento della conformità della sanzione ai casi, alle forme e all'entità previsti dalla legge, atteso che si fa valere il diritto a non essere sottoposto a una prestazione patrimoniale se non nei casi espressamente previsti dalla legge stessa. Ne consegue che l'atto in questione non soggiace alle regole motivazionali né al rigore del rispetto assoluto dell'iter procedimentale che valgono per gli atti amministrativi discrezionali e, comunque, di natura provvedimentale. In tal senso andava affermato che, trattandosi di un giudizio sul rapporto soltanto introdotto da un atto, con effetto devolutivo pieno, appariva ineludibile l'esigenza di evitare interpretazioni che involgano i vizi solo formali dell'atto, e risultino da tanto condizionate, più intensamente o meno, a seconda dei profili che si vogliano assumere a parametro del giudizio sull'atto, e conducano ad abuso del mezzo processuale che potrebbe risultare ancorato unicamente ai vizi dell'atto. Inoltre, poiché la tutela del presunto trasgressore, anche nel caso in cui l'ordinanza ingiunzione opposta non abbia espressamente motivato su tutti i fatti costitutivi della violazione contestata, è comunque piena, atteso che in ordine alla sussistenza degli stessi fatti l'opponente può proporre al giudice ogni possibile contestazione, doveva concludersi nel senso che il difetto di motivazione in ordine ai fatti non fosse funzionale all'oggetto dell'accertamento e, quindi del giudizio. Nel procedimento di opposizione a sanzione amministrativa pecuniaria, infatti, il sindacato del giudice del merito si estende alla validità sostanziale del provvedimento impugnato attraverso un autonomo esame
S. 4 von 7 circa la ricorrenza dei presupposti di fatto e di diritto dell'infrazione contestata, essendo oggetto della opposizione il rapporto sanzionatorio, con la conseguenza che nessun rilievo assumono gli eventuali vizi del provvedimento relativi all'omessa motivazione da parte dell'autorità intimante sui relativi fatti costitutivi, potendo, successivamente, l'eventuale inadeguata valutazione da parte del giudice, rilevare sotto il profilo di omesso esame di punti decisivi della controversia
(Cass. n. 5891 del 2004).In definitiva, i vizi motivazionali dell'ordinanza ingiunzione non comportano, pur quando riguardino i fatti costitutivi dell'illecito contestato, la nullità del provvedimento e quindi l'insussistenza del diritto di credito derivante dalla violazione commessa, avendo il giudizio conseguente ad oggetto non l'atto ma il rapporto sostanziale sottostante: ferma restando, naturalmente, la cognizione piena del giudice, che potrà (e dovrà) valutare le deduzioni difensive svolte in giudizio relativamente a tali fatti e decidere su di esse con pienezza di poteri, sia che le stesse investano questioni di diritto, sia che riguardino questioni di fatto, senza potersi arrestare, ai fini dell'accoglimento dell'opposizione, alla mera constatazione che
l'atto impugnato è viziato.”).
Im konkret entschiedenen Fall stellte das Landesgericht zwar im Rückverweisungsverfahren fest, dass das Bestehen der Tatbestandsmerkmale nicht hinreichend nachgewiesen wurde, weshalb der
Bußgeldbescheid wiederum aufgehoben wurde, was allerdings die Grundsätze laut Beschluss Nr.
25124/2018 nicht außer Kraft setzt (s. immer in der Begründung des Beschlusses Nr.
21904/2022: „Il primo motivo di ricorso denuncia la violazione e falsa applicazione dell'art. 384
c.p.c. stante la mancata uniformazione della sentenza impugnata al principio di diritto stabilito dalla Suprema Corte con l'ordinanza n. 25124/2018. Si ricorda che la Corte di cassazione ha affermato che l'inadeguatezza della motivazione dell'ordinanza ingiunzione non è causa di nullità del provvedimento che pertanto tale principio è stato disatteso dal giudice del rinvio che è pervenuto all'annullamento dell'ordinanza sulla base delle medesime considerazioni espresse dal precedente giudice di appello, e che erano state ritenute erronee dal giudice di legittimità.
Infatti, era stato accertato che nei locali della società si effettuava vendita al dettaglio in assenza della prescritta autorizzazione, condotta questa del pari sanzionata in base al D.Lgs. n. 114 del
1998, art. 22, che richiama tra le fattispecie per le quali appresta la sanzione edittale, anche quella di vendita in assenza di autorizzazioni. La decisione di rinvio si è ancora una volta appuntata su di un rilievo di carattere formale, senza concentrarsi sulla sostanza dei fatti contestati…. I motivi, che possono essere congiuntamente esaminati per la loro connessione,
S. 5 von 7 sono infondati. Deve innanzi tutto escludersi che sia stato violato il principio di diritto affermato da questa Corte nell'ordinanza n. 25124/2018, atteso che la stessa ha cassato la prima sentenza di appello ritenendo che non potesse addivenirsi all'annullamento dell'ordinanza sul solo presupposto della sua insufficiente (ma non assenza totale di motivazione), posto che essendo il giudizio di opposizione un giudizio sul rapporto, occorreva verificare nella sostanza se vi fossero
i presupposti legittimanti l'adozione del provvedimento sanzionatorio, senza arrestarsi al solo contenuto dell'ordinanza opposta, come peraltro confermato dall'espresso richiamo al D.Lgs. n.
150 del 2011, art. 6, comma 11, che prevede l'accoglimento dell'opposizione nel caso in cui non vi siano prove sufficienti della responsabilità dell'opponente. In sede di rinvio l'opposizione è stata accolta non per profili formali correlati al contenuto dell'ordinanza, ma all'esito del riscontro della carenza di prova circa la commissione dello specifico illecito oggetto della contestazione.”).
2.4. Die Anwendung der von der Rechtsprechung erarbeiteten Grundsätze führt im vorliegenden
Fall dazu, dass der einzige Widerspruchsgrund unbegründet ist, nachdem er auf der irrigen
Annahme beruht, dass die fehlende Angabe eines Tatbestandsmerkmales allein ausreicht, um den widersprochenen Bußgeldbescheid aufzuheben, ohne dass die Widerspruchswerber überhaupt konkret ausführen, dass das nicht angeführte Tatbestandsmerkmal nicht vorliegen würde.
2.5. Selbst falls man den Widerspruchsgrund der Rekurssteller so auslegt, dass jedenfalls das
Bestehen des Tatbestandsmerkmales in Zweifel gezogen wird und die Beweislast der
Widerspruchsbeklagten ins Feld geführt wird, so ist zu beachten, dass die beklagte Landesagentur
Unterlagen hinterlegt hat (s. Dok. 11 der Widerspruchsgegnerin) wonach die
Widerspruchswerberin LEEG— wohl im Zuge der Registrierung der Holzkohle im Jahr 2020— Per_ selbst erklärt hat, 999 Tonnen pro herzustellen.
2.6. Tatsächlich hat die widerspruchswerbende Genossenschaft, im Jahr 2020 unbestritten eine
Registrierung vorgenommen (s. auch die dem Verteidigungsschriftsatz unter Dok. 5 der
Widerspruchswerber beigelegten Dokumente, insbesondere dessen Anl. 6), welche ja im hier angefochtenen Bußgeldbescheid als nicht korrekt gerügt wurde und somit als einer
Nichtregistrierung entsprechend (s. Dokk. 1 und 4 der Widerspruchswerber); somit gab es konkret keinen Grund für die Verwaltung, die (mengenmäßige) Voraussetzung der
Registrierungspflicht eigens in der Vorhaltung anzuführen und diese kann und konnte als
S. 6 von 7 gegeben erachtet werden, aufgrund nicht nur der Angaben bei der Registrierung selbst, sondern auch den Ausführungen und Legungen der Widerspruchswerber infolge der Vorhaltung.
2.7 So steht in der , vom 24.5.2024 (beigelegt als Anlage 7a) Controparte_10 Pt_3
5 der Widerspruchswerber), ausdrücklich, dass aufgrund der dort genannten Unterlagen eine
Ajournierung der Registrierung bei der ECHA- Europäische Chemikalienagentur geplant ist, womit eingestanden wird, dass die diesbezüglichen (auch mengenmäßigen) Voraussetzungen weiterhin bestehen („Questi documenti costituiscono la base per la presentazione dell'aggiornamento all'ECHA previsto per la metà del 2024“, s, Anl. 7 a) zum
Verteidigungsschriftsatz unter Dok. 5 der Widerspruchswerber).
2.8. Der einzige Widerspruchsgrund ist also ohne Weiteres abzuweisen.
3. Die Entscheidung zu den Prozesspesen folgt dem Verfahrensausgang mit solidarischer
Verurteilung der unterlegenen Widerspruchswerber, aufgrund des offensichtlichen gemeinsamen
Interesses (Art. 97 Abs. 1 ZPO) der Widerspruchsgegnerin gemäß Art. 91 ZPO die
Verfahrenskosten zu erstatten, welche gemäß Ministerialdekret vom 10/03/2014 Nr. 55 (Tab. 2) bestimmt werden, für die laut Streitwert anzuwendenden Bezugsrahmen (von € 5201,00 bis €
26.000,00); aufgrund der geringen Tätigkeit und der wenigen behandelten Sach- und
Rechtsfragen wenden sich die Mindestvergütungen für die allein stattgefundenen Phasen an.
Es ergeht somit folgender
URTEILSSPRUCH
Mit prozessabschließender Entscheidung und unter Abweisung jedes gegensätzlichen Antrages und Einwandes spricht das Landesgericht Bozen wie folgt zu Recht:
1. Der Widerspruch wird abgewiesen, unter Bestätigung des widersprochenen
Bußgeldbescheids;
2. Die Widerspruchswerber werden verurteilt, der Widerspruchsbeklagten, zur gesamten Hand, die Kosten für das gegenständliche Verfahren zu ersetzen, die mit insgesamt € 1700,00 für
Vergütungen, sowie 15% auf die Vergütungen für allgemeine pauschalisierte Spesen, zzgl.
, laut gesetzlicher Maßgabe, sowie nachfolgend notwendiger Controparte_11
Spesen bestimmt werden.
So befunden in Bozen, am 05/06/2025
Die Richterin
Birgit Fischer
S. 7 von 7